Archiv der Kategorie: Liebesbeziehung meistern

Liebesbeziehung meistern: Erfahre, wie du als Liebespaar immer wiederkehrende Herausforderungen einer Beziehung meisterst, indem du eine andere Grundhaltung zum Thema Liebe einnimmst. Dadurch kannst du anders mit dem Partner sprechen, dich selbstbestimmter verhalten und Deine Liebesbeziehung mit anderen Augen betrachten.

Was ist für dich Liebe, Schatz?

Liebe und Liebesbeziehung

In Gesprächen zwischen Mann und Frau kommt manchmal in Kennenlernsituationen oder bestehenen Beziehungen die Frage auf, was für den anderen Liebe bedeute. Gemeint ist dabei aber eigentlich, wie sich der andere eine Liebesbeziehung vorstellt.

Liebe an sich

Liebe zu beschreiben ist komplex, denn womöglich erlebt jeder Mensch dieses wunderbare Gefühl anders. In einem früheren Beitrag ging es daraum, Liebe zu beschreiben. Liebe auch zu trennen von dem reinen Gefühl der Zuneigung zu einer anderen Person. Liebe also als etwas wahrzunehmen und zu leben, was vollkommen unabhängig von anderen Personen bestehen kann. In einem anderen Beitrag ging es darum, Liebe nicht zu verwechseln mit Beziehungsabhängigkeit (eine sehr häufige Interpretation von Liebe).

Eine der wichtigsten Eigenschaften von Liebe ist Bedingungslosigkeit. Liebe ist nicht abhängig von einer anderen Person oder einer Gegenleistung. Wer in wahrer Liebe ist, fühlt sie und lebt sie. Handlungen aus dieser Liebe heraus, zum Beispiel Geschenke oder Liebesbekundungen, werden also getan, weil man fühlt, dass man dies oder das geben möchte. Aus einem wunderbaren warmen Gefühl heraus. Nicht, weil man etwas erwartet.

Wer sich auch nur im leistesten dahinter erhofft, eine Gegenleistung zu erhalten, handelt nicht mehr aus wahrer Liebe heraus. Dann könnte man eher von Verzweiflung sprechen, etwas zu tun, um selbst etwas Zuneigung zurück zu bekommen! Wenn zwei Menschen sich lieben, werden beide Menschen geben wollen. Ganz auf Ihre Art. In der Menge, wie es sich für sie gut anfühlt. Wichtig dabei ist, zu unterscheiden, zwischen den Handlungen, die aus Liebe heraus erfolgen, und denjenigen, die entweder unbewusst oder gar berechnend erfolgen. Jedes hoffen, wann der andere denn nun endlich eine SMS zurückschreibt oder denn endlich nun auch ein schönes Kompliment im Gegenzug macht, geschieht nicht aus wahrer Liebe. Das mag eher ein Tauschhandel sein: “Ich gebe Dir dies, nun gib du mir das!”. Wahre Liebe aber ist bedingungslos.

Liebesbeziehung und die Eigenschaft Vertrauen

Liebe ist das übergeordnete Gefühl, das auch dafür verantwortlich ist, warum in der Regel zwei Menschen überhaupt zusammenkommen…eine Liebesbeziehung ist somit eine Ausprägung der Liebe.

Wenn nun der eine den anderen fragt, was für den anderen Liebe sei, meint er oder sie wohl eher: “Was wünschst du dir in einer (oder unserer) Liebesbeziehung?”. Eine der wichtigsten Eigenschaften einer Beziehung ist wohl Vertrauen. Warum gibt es Eifersucht? Warum wartet der andere ganz nervös darauf, dass der andere endlich ein Lebenszeichen von sich gibt, nachdem ja schon 2 Stunden vergangen sind, seit dem letzten Kontakt! Möglicherweise gibt es einen Mangel an Vertrauen. Denn im gleichen Zuge wird mitunter gedacht: “Liebt er/sie mich wirklich?”. Eine Erklärung könnte sein, dass das eigene Selbstbewusstsein da spricht und einem nur zeigt, wo in die eigenen Schwachstellen sind. Das Verhalten des anderen wird zum Anlass genommen, von sich selbst abzulenken, anstatt seine eigenen Gefühle zu reflektieren: Warum habe ich Eifersucht? Warum zweifle ich sogleich die Zuneigung zu mir im Gesamten an? Was hat mein Zweifeln mit mir zu tun?

Ein Paar, das bedingungslos in Liebe ist (beide sind also in Liebe miteinander, aber nicht abhängig von der anderen Person) und in dessen Liebesbeziehung Vertrauen vorherrscht, wird den Partner ziehen lassen, wo auch immer er/sie geht. Und beide Partner wissen, das, was untereinander vereinbart wurde, eingehalten wird. Wenn der andere eine Vereinbarung nicht mehr so haben möchte, dann spricht er dies offen und ehrlich an. Daraus kann eine neue Vereinbarung entstehen. Vertrauen liegt somit einem ausgesprochenen oder unausgesprochenen Vertrag zugrunde. Ein Beispiel für solche ein Vertrag könnte die Vereinbarung sein, dem anderen treu zu sein. Vertrauen beruhigt. Vertrauen ist die Grundlage einer jeden guten Beziehung ist Vertrauen. Ist Vertrauen zu wenig vorhanden, kommt es zu Stress jeglicher Ausdrucksform. Die Beziehung wird eventuell angezweifelt. Dies kann sich ausdrücken anhand von Eifersucht.

Dabei geht es aber gar nicht zwingend um Liebe, sondern oft um Vereinbarungen innerhalb von Liebesbeziehungen. Und es geht um die eigene Person: Denn bei zwei unterschiedlichen Personen in gleicher Situation kann sich ein Gefühl vollkommen anders ausprägen.

Lebst du eine vertrauensvolle Beziehung und in echter Liebe in Dir?

Sprache der Liebe

Sprache der Liebe

In-Liebe-sein drückt sich auch in unserer Sprache aus. Wir kommunizieren anders, wir leben Herzlichkeit. Dabei ist es völlig gleich, was du vermitteln möchtest. Möchtest du nur Belangloses mitteilen, deinen Partner um etwas bitten oder einem Mitarbeiter etwas Wichtiges rückmelden?

In Liebe oder nicht in Liebe zu kommunizieren hat erstaunliche Auswirkungen bei deinem Gegenüber.

Was tun, wenn der andere Interessen vertritt und nicht auf dich hören möchte? Lauter sprechen? Schreien? In der Erziehung von Kindern wird genau das regelmäßig praktiziert. Ebenso in der Kommunikation zwischen Liebespaaren. Oder zwischen ganzen Ländern. Die Auswirkung der Kommunikation kann manchmal über langjährigen Krieg und Frieden entscheiden.

Wenn sich zwei Erwachsene lauthals streiten oder einander verbittert sind, liegt das in vielen Fällen daran, dass sich mindestens einer der Streithälse angegriffen fühlt, blockiert und sich durch Gegenwehr schützt. Das, was schmerzt kann oft auch nur ein unbewusst wahrgenommener Schmerz sein, der einfach nur als Angriff wahrgenommen wird. Auslöser des Streits ist in vielen Fällen ein verbaler Angriff auf eine andere Person. Selbst dann, wenn der Angriff gar nicht als solcher vom Ausgesprochenen wahrgenommen wurde.

“Wer viel spricht hat weniger zu denken.” (Indisches Sprichwort)

Marshall Rosenberg, ein Schüler des bekannten Begründers der klientenzentrierten Gesprächstherapie, Carl Rogers, nahm sich in besonderer Art und Weise der Lösung von Streitigkeiten an und versuchte diese durch Empathie und Beobachtung durch Zuhören ohne Bewertung zu lösen (siehe auch Gewaltfreie Kommunikation, kurz GfK). Zuhören hat zu tun mit eigener Stille und Wahrnehmung des Erlebens. Als Konfliktvermittler ist eine Säule seines Lösungsansatzes, Gefühle und das wirkliche Bedürfnis der Streitenden zu erkennen. Oft streiten sich Menschen und sagen, was sie wollen, jedoch nicht, warum und was ihr Verlangen mit ihrem inneren Bedürfnis zu tun hat. Es wird also gestritten, aber keiner kennt den wirklich dahinter liegenden Grund. Zu Recht erscheinen dabei Lösungen oft nicht möglich. Von außen könnte man nun zum Beispiel als Richter eine Lösung erzwingen, die oberflächig gerecht erscheint. Aber ohne mehr über die Bedürfnisse der einzelnen Streitenden zu wissen, wird diese von außen herbeigeführte Lösung von den Betroffenen mitunter wiederum einfach nur als ungerecht empfunden.

Ein gängiges Beispiel in der Konfliktlösung ist das Beispiel zweier Kinder, die sich um eine Orange streiten. Die genervte Mutter schreitet ein, teilt die Orange und gibt jedem der Kinder eine Hälfte. Doch der Streit geht weiter, wurde nicht gelöst. Warum?

Beim genaueren Nachfragen, warum die Kinder diese Orange benötigen, erfahren wir, dass das eine Kind die Schale zum Backen und das andere Kind das Innere der Orange benötigt, um Saft herzustellen … eigentlich wäre also eine Win-Win-Lösung möglich, wenn die Kinder es geschafft hätten, nicht nur Ihre Forderung, sondern auch ihre Bedürfnisse auszudrücken oder zumindest die Mutter ihre Kinder nach deren Bedürfnissen befragt hätte.

Dieses Beispiel zeigt eine zunächst psychologische und rein technische Angelegenheit der Kommunikation. Man könnte jetzt weitere Vorschläge machen, wie eine hilfreiche Kommunikation in der konkreten Ausführung umsetzbar wäre. Ein üblicher Tipp wäre, besser in „ich“-Form anstatt in „Du“-Form zu sprechen, womit per se schon nur schwer ein Angriff möglich ist. Doch ich möchte hier den Fokus auf den Aspekt der Liebe setzen.

Wenden wir uns davor nochmals Marshall Rosenberg zu. Er führte den Begriff der Wolfssprache und der Giraffensprache ein. Als Wolfssprache bezeichnete er bewertende Angriffe wie „Du arbeitest unordentlich und schlampig. Bis morgen arbeitest Du die Aufgaben sauber aus“. Dies verglich er mit kläffenden Wölfen, die sicher kein friedvoller Anblick sind. Als Giraffensprache bezeichnete Rosenberg eine friedvolle Kommunikation wie „Deine erledigten Aufgaben sind fehlerhaft und unvollständig. Das ärgert mich. Ich frage mich, warum du unsere vereinbarten Aufgaben nicht sauber erledigst. Bitte sage mir, ob Du bereit bist, von nun an die Aufgaben mit Sorgfalt zu erledigen oder mit mir eine Lösung zu finden, wie wir die Zusammenarbeit für beide Seiten erfreulich hinbekommen“. Er verglich die friedvollle Kommunikation mit Giraffen, die aus seiner Sicht sinnbildlich friedvoll miteinander umgehen (oder haben Sie schon einmal das Bild einer kläffend, schreienden Giraffe gesehen?).

Dieses Bild der Giraffensprache und Wolfssprache finde ich schön bildhaft, um über Liebe in der Kommunikation zu schreiben.

Gerade beim Umgang mit Kindern lässt sich das eindrucksvoll zeigen: Schreien Eltern regelmäßig mit Ihren Kindern, werden diese manchmal wie „taub“. Glücklicherweise nicht wirklich taub, aber bezüglich der Wünsche ihrer Eltern oder ihrer übrigen Umwelt erstaunlich ignorant. Bei normalem Umgangston reagieren diese Kinder gar nicht mehr oder nur selten. Sie reagieren dann nur noch, wenn geschrien wird. Sie haben im Laufe der Zeit die Wolfssprache erlernt und verstehen keine Giraffensprache mehr. Anfangs in ihrem Leben war das noch anders: Kinder sind sehr sensibel auf die Schwingungen ihrer Umwelt. Mit der Zeit, wenn regelmäßig zur Durchsetzung von Interessen das Hilfsmittel des Geschreis genutzt wird (was anfangs ja wunderbar funktioniert, aber eben nur für eine bestimmte Zeit), stumpfen diese Kinder ab. Jeder Mensch. Ob groß oder klein. Was andere als starkes Signal empfinden, wird von den abgestumpften Menschen mitunter nicht einmal als richtungsweisend interpretiert.

Ich erlebe dies manchmal bei mir fremden Kindern: Man lernt sich z.B. über die Verwandtschaft oder den Freundeskreis kennen. Mit der Zeit werden, was bei Kindern nicht ungewöhnlich ist, Grenzen von Seiten der Kinder überschritten. Diesen dann durch eine friedvolle Kommunikation die notwendigen Grenzen aufzuzeigen, mit der Bitte, dies oder das sein zu lassen, funktioniert nur holprig, wenn überhaupt. Es ist, wie wenn eine Giraffe mit einem Wolfskind spräche! Schaue ich mir die Kommunikation der Eltern genauer an, wird meist schnell klar, dass regelmäßig innerhalb der Familie geschrien wird. Es wird mir deutlich, dass in dieser Familie die Wolfssprache gelehrt wird. Damit mich diese Kinder verstehen, müsste ich in die Wolfssprache ihrer Eltern wechseln. Natürlich möchte ich das nicht. Aber es würde lange dauern, bis diese Kinder meine Sprache verstehen. Am einfachsten wäre es, wenn die Eltern anfingen, ihre Kommunikation zu verändern. Sich für einen liebevollen Umgang entscheiden, einen friedvollen Umgang, der dauerhaft wohl sogar effektiver und vor allem oft konsequenter wäre.

Doch das ist natürlich nicht nur im Verhältnis zwischen Eltern und Kindern so. Das Gleiche gilt für jede andere menschliche Beziehung wie in der Partnerschaft oder im Büro. Die Ausprägung der Wolfssprache unterscheidet sich dabei zwar, aber auch ein verbaler Angriff ohne Geschrei ist Gekläffe und kann eine destruktive Gegenreaktion beim Gegenüber auslösen.

Zärtlichkeit der Sprache

Für mein Buch „Berufsgeschichten“ (siehe berufsgeschichten.de) interviewte ich eine Menge berufstätiger Menschen und befragte sie zu Ihrem Beruf, wie sie dazu gekommen sind, wie sie ihre Arbeit erleben und was sie über diese denken. Das Interview mit einem Pfarrer in Ruhestand, der noch immer zeitweise, wenn auch begrenzt seine Berufung ausübt, blieb mir lange in Erinnerung. Nicht nur, dass er fern von Religion viel über Liebe sprach. Mich beeindruckte vor allem sein Ausdruck „Zärtlichkeit“ in Verbindung mit zwischenmenschlichem Umgang. Dass er spüre, wie unterschiedlich die Zärtlichkeit bei manchen Paaren und Familien, die er betreue, ausgeprägt sei. Und, dass es vor allem Zärtlichkeit ist, dass er jedem Brautpaar ans Herz lege. Zärtlichkeit, wohlgemerkt, die über körperliche weit hinausgeht.

Zärtlichkeit ist ein wundervolles Wort, das in diesen Kontext zauberhaft hineinpasst. Liebe ist wundervoll zärtliche Schwingung. Und geht es bei all den Ausführungen über kommunikative Angriffe nicht eigentlich um Mangel von Liebe? Also im Umkehrschluss zur Lösung um ein schönes Miteinander, liebevolle Kommunikation – Zärtlichkeit in purster Reinheit? Neben aller technischer Hilfsmittel und psychologischer Ratschläge, wie die Kommunikation zwischen Menschen verbessert werden kann, ist es doch die grundsätzliche liebevolle Haltung, die dazu beiträgt, in Achtung und mit Respekt zu kommunizieren. Kommunizieren heißt nicht nur zu sprechen, denn die non-verbale Kommunikation ist ja bekannter weise die sogar viel mächtigere und ausgeprägtere Art. Wie könnte überhaupt ein Verständigungsproblem aufkommen, wenn jemand wirklich in Liebe ist und in Liebe handelt? Dabei geht es gar nicht einmal nur um Respekt oder Achtung. Sondern vor allem um eine liebevolle Haltung dem anderen gegenüber – jedem Gegenüber. Ganz gleich ob Partnern, Kindern, Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten oder Unbekannten gegenüber.

In Liebe sein heißt, in Liebe zu sein mit sich, seiner Umwelt und dem Ganzen, allem uns Umgebenden. Wer liebt wird andere, ohne es zu wollen, dazu befähigen, selbst zu lieben. Die in obigem Beispiel beschriebenen Wolfseltern lieben sicherlich ihre Kinder. Aber lieben sie sich selbst? Und befähigen sie durch ihre Art deren Kinder, aus vollem Herzen lieben zu lernen? Sicher wird das später durch die Kinder noch möglich werden. Aber hätten sie es nicht leichter, von vornherein ein herzliches Miteinander zu erlernen? Schreien heißt in erster Linie Grenzüberschreitung, nur sekundär Hilflosigkeit, Wut, Aggression oder Gewalt, wenn das Schreien auf andere Personen gerichtet ist. Es wird also in vielen Fällen paradoxerweise eine Grenze überschritten, obwohl oft eigentlich das Ziel ist, dem anderen eine Grenze zu zeigen!

Der Weg einer inneren Haltung des in Liebe seins

Ich bin davon überzeugt, dass Grenzen setzen und jegliche Art der Wunschübermittlung in den allermeisten Fällen mit Hilfe eines friedvollen Umgangs möglich ist. Noch leichter wird es, wenn du eine Grundhaltung des in-Liebe-seins einnimmst. Verabschiede dich von der Vorstellung, dass Liebe ausschließlich auf Liebesbeziehungen oder auf Familienmitgliedern reduziert wird. Öffne dich für eine Grundhaltung der Liebe, in der du deine Brust und dein Herz öffnest – jedem, dem du begegnest. du begegnest dir alleine schon laufend – sei also zu allererst in Liebe mit dir. Gleichzeitig begegnest täglich anderen Menschen, Tieren der Natur – sei auch mit ihnen in Liebe. Sammle das aufsteigende Gefühl, dass sich vielleicht schon jetzt beim Lesen dieser Zeilen bei dir im Bauch oder der Brust bemerkbar macht, verstärke es, atme in dich hindurch. Immer wieder und lass dieses Gefühl in dir angenehm kreisen. Verstärke es durch dein Atem und atme ganz bewusst durch alles hindurch, was dich umgibt. Atme in Liebe ganz bewusst durch alles hindurch, was dich umgibt. Das schließt auch das Universum ein, alles, das Ganze, all das, was dich und deine Umwelt umgibt…

Du magst manchmal wütend, zornig, genervt oder frustriert sein. Vielleicht verlässt du dabei deine Mitte, dein Gefühl, in Liebe zu sein. Vielleicht rutscht dir dann manchmal etwas über die Lippen, was du später bereust. Das ist o.k. und menschlich. Lass es aber nicht zur Gewohnheit werden, denn auch Deine Umwelt wird geprägt und erlernt automatisch mit dir eine andere, wenig friedvolle Sprache und innere Haltung.

Sei in Liebe. Heute. Entscheide dich für dieses wunderbare Gefühl. Für eine Grundhaltung, für ein wundervolles Leben. Du bist Liebe. Erinnerst Du Dich, wie herzlich und friedlich Babys aussehen? Du selbst warst einmal eines. Und tief in dir gibt es noch immer dieses innere Kind, das du täglich umarmen oder zärtlich streicheln kannst. So, wie du es mit jedem anderen süßen Kind tun würdest. Achte auf die Sprache der Liebe. Bei deiner inneren, liebevollen Haltung und Sprache fängt nämlich eine Umarmung bereits an.

Umarme liebevoll alles, was dich umgibt: In allem, in dir wie auch in allem deiner Umwelt gibt es eine Schönheit, die leuchtet, wenn du sie genauer betrachtest. In allem steckt ein wunderbares Wesen, so wie sich ein Baby ganz offensichtlich offenbart. Habe auch als Mann Mut, das alles zu tun, auch, wenn du als Mann glaubst, das sei doch nicht männlich oder gar dämlich. Das Gegenteil ist der Fall! Die Sprache und liebevolle Haltung hat nichts mit Mann oder Frau sein zu tun. Wenn du nämlich als Mann eine Wolfssprache brauchst, um als Mann wahrgenommen zu werden, dann ist es doch gerade bedenklich, dass sonst dein Mann-sein nicht erkannt würde.

Und wenn du nach dem Lesen dieses Textes erkannt hast, dass du etwas an deiner Sprache ändern möchtest, jedoch bei der Umsetzung überfordert bist: Lese Werke von Marshall Rosenberg, nimm an Schulungen zur Gewaltfreien Kommunikation teil oder suche eine Beratungsstelle auf, die dir weiterhilft. Deine Umwelt wird es dir danken. Du selbst wirst glücklicher. Entscheide dich heute für In-Liebe-sein!

Hier gibt es weitere Gedanken für ein glückliches, selbstbestimmtes Leben

Hilfe benötigt? Praxis für Kurzzeitherapie, Coaching und Mediation von Nick Melekian in Wiesbaden

© 2014 Nick Melekian – Auszüge, auch teilweise, nur nach vorheriger, schriftlicher Genehmigung

Eifersucht, Verlustangst, Loslassen und Liebe

Was hat Loslassen und Angst mit erfüllter partnerschaftlicher Liebe zu tun?

In Liebe sein mit einem Partner verbinden viele Menschen mit Gefühlen wie Eifersucht, Angst vor Verlust oder dem Wunsch nach mehr Zuneigung. Dabei passiert folgendes: Sie klammern sich mehr und mehr an ihren so geschätzten Partner. Sie versuchen, ihn mitunter sogar durch Verbote (z.B. andere Frauen oder Männer nicht anzuschauen, pünktlich Zuhause zu sein, an bestimmte Orte nicht gehen zu dürfen) , Gebote („wenn du dich nicht 2 mal am Tag meldest, dann kannst du mich nicht lieben“) oder theatralische Showeinlagen (Weinen, beleidigt sein, drohen sich etwas anzutun), an sich zu binden. Das nennen viele dann Liebe: „Aber ich liebe ihn doch nur, ich mache das doch nur aus Liebe“)

Was aber passiert da genau? Der Partner wird nicht durch Liebe gewonnen, sondern durch das Gegenteil, nämlich Angst, manipuliert. Der Partner wird bei genauem Hinsehen als Besitz behandelt. Oder als Mittel zum Zweck, damit man sich selbst besser fühlt, weil man ohne nicht mit sich zurechtkomt. Ist das Liebe? Aus dem anderen einen Gegenstand zu machen? In diesem Zusammenhang wird Liebe und Angst durcheinander gebracht. Mit großer Wahrscheinlichkeit glauben die meisten sogar, in diesen Situationen aus Liebe zu handeln. Sie erkennen erst bei genauerem Hinsehen, dass es die Verlustangst ist, die diese schmerzlichen Gefühle hervorruft und die dann als Folge die Triebkraft für das oben beschriebene Festhalten ist. Doch Festhalten oder gar Festklammern kann nicht die Lösung sein, einen Partner für sich zu gewinnen. Im Gegenteil: Durch die Einengung und dem damit verbundenen Mangel an Liebe (stattdessen viel Stress in der Beziehung) ist es kein Wunder, wenn der Partner genau das Gegenteil wählt: Sich zu entfernen, statt die (drohende!) Nähe zu erwidern.

Nun wird auch klar, warum loslassen hier die Lösung ist: Je mehr ich innerlich in Liebe bin, Vertrauen aufbaue, bin ich in der Lage, Liebe zu schenken und ein herzliches Miteinander in Respekt zu leben. Für welche Beziehung würdest Du Dich entscheiden. Für die letztgenannte, herzliche, oder für die oben beschriebene, einengende Beziehung?

Loslassen ist ein Prozess und funktioniert vielleicht nicht von heute auf morgen, wenn Dir bereits allzu lange das alte Denken vertraut ist. Aber eine glückliche Beziehung fängt bei Dir innen an, nicht beim anderen. Nur Du kannst es lernen, Ängste zu überwinden und in Vertrauen den Partner loszulassen. Dabei heißt loslassen nicht, dass Dein Partner gehen soll. Im Gegenteil, Du erkennst an, dass Du Deinen Partner nie, auch nicht durch Verlobung oder Heirat lebenslang an Dich binden kannst. Es ist vielmehr das Glücksgefühl und die Liebe zwischen Euch, die eine Beziehung trägt. Diese zu fördern, anstatt durch Enge zu belasten, heißt doch, in Liebe zu sein.

Erkenne an, dass es Ängste sind, die Dein Handeln oft beeinflussen. Hab den Mut, Dir das einzugestehen. Wenn Du das kannst, versuche im nächsten Schritt hineinzuschauen in Deine Ängste: Wie fühlen sie sich an? In welchen Körperregionen spürst Du Deine Ängste? Gibt es etwas, was Deine Ängste Dir sagen würden, wenn sie sprechen könnten? Vielleicht möchtest Du ja sogar einfach einmal versuchen, mit Deinen Ängsten in Kontakt zu treten und so tun, als ob Du mit ihnen sprechen und einen Dialog führst? Was antworten Dir Deine Ängste?

Umarme sie. Ja, umarme Deine Angst. Schenke Deiner Angst Liebe. In dem Du das tust, schenkst Du Dir selbst unendlich viel. Du respektierst Deine Ängste, schaust nicht weg. Du nimmst sie ernst und damit auch Dich. Ängste sind ein schützender Teil in Dir, die Dir eigentlich etwas Gutes tun wollen: Sie wollen Dich davor bewahren in Situationen zu kommen, die Dir vermeintlich weh tun – als eine Folge aller Handlungen und Situationen Deiner Vergangenheit. Nun lenken Dich aber in unserem Beispiel die Ängste davon ab, in Liebe zu sein, in Liebe zu leben und Liebe zu schenken.

Übe Dich darin, loszulassen, Deiner Liebe wegen. Davon profitierst Du und auch Dein Partner – unmittelbar!

„Ja, aber, was, wenn mich mein Partner dann verlässt?“

Glaubst Du wirklich, dass Dein klammerndes Verhalten aus Furcht Deinen Partner hält? Entweder Dein Partner geht sogar früher oder aber eben etwas später. Wenn etwas faul in der Beziehung ist, ist etwas faul. Dann wäre es gut, den wirklichen Grund zu finden, warum die Beziehung nicht so gut läuft. Klammern ist stattdessen ein Wegschauen von den wirklichen Gründen. Du führst dann eine Beziehung bei teilweisem oder vollkommen Abhandensein von Liebe. Aber genau das willst Du ja gerade nicht! Wenn Dich Dein Partner verlässt, gestehe Dir ein, dass das in jedem Falle passiert wäre. Kein Partner bleibt mit Freude, nur weil er umklammert wird. Aber jeder Partner dieser Welt fühlt sich aufgehoben und wohl in einer warmen, liebevollen Umgebung von Zärtlichkeit und gebender Zuneigung. Was meinst Du: Wo wird sich Dein Partner eher wohlfühlen? Bei Dir, in furcht- und schmerz getriebener, einengender Person? Oder bei Dir, bereits selbst in Liebe, mit einem warmen Gefühl durch den Tag gehend und dem Partner Ruhe, Vertrauen und Geborgenheit schenkend?

In Angst zu leben heißt in Mangel zu leben

Solange Du es zulässt, dass Dich Deine Verlustangst bestimmt, wird es eine Angst vor einem eventuellen Mangel sein. Der Mangel kann heißen: „Ich brauche jemanden, alleine fühle ich mich nicht wohl“. „ich bin einsam“. Es geht nicht nur um den Trennungsschmerz. Vielmehr ist es doch eine Furcht, alleine nicht zurecht zu kommen. Und das, obwohl Du bereits alles in Dir trägst, um ein liebeserfülltes Leben zu führen! Fange heute an, einfach, unabhängig von anderen, in Liebe zu sein. In Liebe mit Dir, mit Deiner Dich umgebenen Umwelt und auch in Liebe mit dem Ganzen. Einfach in Liebe sein. Du trägst das warme Gefühl bereits in Dir. Wunderschön ist es, dieses mit jemandem zu teilen. Doch wenn Du es teilst, tue es aus wahrer Liebe heraus, in dem Du in Liebe handelst. Verschleiere nicht Deine Angst und verkaufe dies nicht als Liebe, in dem Du den anderen zu einem Besitztum degradierst. Stattdessen erfreue Dich an Deinem Partner so wie er ist. Erkenne ihn als einzigartige Person an – mit all seinen Eigenschaften (eine Einteilung in Stärken und Schwächen wäre bereits eine unglückliche Bewertung). Liebst Du Deinen Partner? Dann erfreue Dich seiner Person. Liebe mit ihm. Liebt zusammen. Manchmal mehr, manchmal weniger. Lass los und lebe ein Leben in Fülle. Ein Leben in Fülle zu leben ist solch ein schönes Gefühl. Ein aus Angst resultierendes Leben aus Mangel fühlt sich wahrscheinlich schmerzlich an. Du hast es in der Hand: Entscheide Dich für Liebe. Für Herzlichkeit. Für Zärtlichkeit. Sei in Liebe. Lebe eine Beziehung in Fülle. Auch, wenn es manchmal schmerzt. Dann aber weißt Du in Zukunft, dass das nur Deine liebevollen Ängste sind, die sich melden und Dich schützen wollen. Du aber weißt es besser: Ein Leben in Liebe zu leben heißt loslassen und sich in jeder Minute an diesem wundervollen Gefühl zu erfreuen.

 

Der größte Irrtum – Beziehungsabhängigkeit und Liebe

“Everybody needs someone to love”

Das ist ein Refrain eines Liedes, das ich im Radio hin- und wieder höre. Jedesmal, wenn  das Lied erklingt, bin ich erstaunt, dass dies wirklich so getextet wurde: Gar keine Frage, es ist wunderschön, Liebe mit jemandem zu teilen. Und umso schöner, mit einem tollen Partner deiner Wahl – Gefühle, die unglaublich schön sein können! Und dennoch: “Ich brauche jemanden, um zu lieben” oder anders übersetzt “…um lieben zu können” sagt doch etwas recht erschreckendes aus: “Ich kann ohne jemanden anderen nicht lieben. Ich kriege mein Leben ohne jemanden anderen nicht hin. Ich brauche jemanden. Eigentlich fast egal wer. Der andere muss nur halbwegs zur mir passen, dann erfüllt er seinen Zweck, damit ich mich besser fühle.” Du möchtest einen anderen gebrauchen, nur um überhaupt lieben zu können!

Möchte dein Partner aber nur ein jemand sein? Wie fühlt sich wohl dein Partner, wenn er herausfindet, dass er nur ein Gegenstand ist, damit er dir nutzt?

Der größte Irrtum

Benötigen wir wirklich andere, um zu lieben oder gar lieben zu können? Sicher, es fällt Menschen leichter, zu lieben, wenn sie als Kind viel Liebe erfahren durften und dies spürten. Das sind aber nur Feinheiten. Es fängt nämlich im Allgemeinen schon damit an, dass sehr viele Menschen Liebe auf ein Gefühl zwischen zwei Personen (Liebespärchen) reduzieren. Und ja, so wird es gerne auch in den Medien vermittelt. Und das erzeugt einen riesigen Irrtum: Liebe und daraus resultierendes Glück ist scheinbar abhängig von anderen.

Aber gibt es nicht auch Liebe, die uns vollkommen unabhängig von anderen – einfach nur für sich erfüllen kann? Ein Gefühl, bei dem du einfach nur in Liebe sein kannst? Mit dir selbst, mit deiner Umwelt (nicht nur Personen, sondern mit allem uns unmittelbar Umgebenden) und mit dem Ganzen, dem uns Allumgebenden – manche würde sagen, das Göttliche, andere sprechen vom Universum. Ja, diese Liebe gibt es. Unabhängig von “jemandem” oder von religiösen Bildern. Wohl ist hierzu aber für viele Menschen ein Umdenken notwendig, um zu erkennen, dass Liebe bereits im Überfluss vorhanden ist und jederzeit geliebt werden kann! Liebe als mehr als ein Gefühl: Sie ist eine Grundhaltung, ein universeller Zustand, eine unbeschreibliche Energie, die uns alle umgeben kann.

Das täuschende Spiel der Liebe

Oft sieht es aber in Liebesbeziehungen anders aus: Es herrscht ein Spiel in dem es heißt: “Ich gebe dir meins, wenn du mir deins gibst”, “wenn du nicht das machst, dann mache ich das auch nicht”, “du hast dich ja auch nicht so verhalten, warum sollte ich es tun”. Die in so einem Falle genannte “Liebe” ist ganz und gar nicht bedingsungslos und daher ist von einer wahrer Liebeshandlung doch kaum auszugehen! Es wird nicht bedingungslos geliebt, man ist nicht einfach in Liebe, Liebe wird nicht bedingungslos verschenkt! Sicher, schön wäre es in der Tat schon, wenn es irgendwie zu einem Ausgleich zwischen zwei Mensch kommt. Passiert aber selten und kann kaum eingefordert werden. Erst Recht passiert dann eins: Es wird ein Mangelgefühl bei mindestens einem Partner erzeugt, weil ja immer genau geschaut wird, ob man auch zu seinem Recht kommt, ob man blos nicht zu wenig hat.

Abhängigkeitsverhältnisse

Auch, wenn man Liebe nur auf ein Gefühl zwischen zwei Menschen begrenzt, fehlt ganz viel. Und wenn ich den anderen für etwas verwende, ich vom anderen etwas möchte, damit ich etwas davon habe, entstehen Abhängigkeitsverhältnisse statt bedingungsloses Lieben zwischen zwei Menschen. Immer, wenn du jemanden brauchst, um erst dann etwas zu können, möchtest du vom anderen etwas. Du reduzierst den anderen auf eine Sache, die du scheinbar nur durch den anderen bekommen kannst.Vielleicht wirst du dann schnell eifersüchtig, denn der andere ist dir für deine Sache sehr wichtig und mitunter möchtest nur deshalb den anderen auf keinen Fall verlieren…also fängst du mitunter noch an, den anderen zu kontrollieren.

Was passiert hier? Alles dreht sich um den anderen. Du hast das Gefühl, ihn zu “brauchen”. Du vergisst, einmal mehr, den Fokus auf dich zu legen, die Zeit lieber zu nutzen, um in dich selbst hinein zu horchen, welche schönen Schätze da zu finden sind. Bei dir selbst zu sein.

Und wie wie fühlt sich so etwas bei dem anderen an? Wenn du etwas von einem anderen abhängig machst, wird sich der andere wirklich bedingungslos geliebt fühlen? Wohl  kaum. Es wird immer etwas mitschwingen, wenn auch nur subtil, was sich für den anderen seltsam anfühlt. Denn wenn du in Abhängigkeit zum anderen lebst, liebst du nicht mit vollem Herzen. Stattdessen machst du dir vor, den anderen zu lieben, aber eigentlich denkst du nur an dein Wohlbefinden – schließlich brauchst du ja den anderen für etwas. Dieses etwas ist in diesem Falle, das Gefühl, überhaupt lieben zu können (was erst in der Folge das Gefühl von Wohlgefühl und Glück erzeugt). Es entsteht eine Art von Abhängigkeit. Hierbei geht es also nur sekundär um die andere Person! Der andere ist austauschbar. So wie es der Songtext beschreibt: Ich benötige “someone”, irgendeinen eben. Hauptsache er sorgt dafür, dass du dich nicht alleine fühlst und du Liebe spürst, die du bisher mitunter nie richtig gelebt hast.

Beispiele für Abhängigkeits-Denken

Beispiele, dass du in solch einem Abhängkeits-Denken bist, sind folgende Gedanken: “Warum ist der andere einfach nicht so ist, wie ich mir das wünsche?”, “warum hat er sich seit einem Tag nicht gemeldet – er hätte sich doch schon längst mal bei mir melden sollen” oder “mir geht es schlecht, weil ich in keiner Beziehung bin”. Dabei geht es immer um eines: Du denkst an dein Wohl, nicht auch an das Wohl des anderen. Darüber hinaus erhebst du Ansprüche, als wäre der andere dein Haustier. Dieses Denken unterscheidet sich ganz grundsätzlich vom einfach nur in Liebe sein und daraus resultierender bedingungsloser Liebe. Einer Liebe, die du lebst, in deinem Herzen trägst, grundsätzlich mit jedem und allem teilst. Im Speziellen mit deiner Liebsten / deinem Liebsten: Bedingungslos teilst, gibst – jedoch nichts (dafür) verlangst.

Das geht einfacher als du glaubst: Öffne dich. Blicke in dich hinein. Erspüre dein Innenleben, vor dem du mitunter oft und schon lange wegrennst. Wenn du dich einsam fühlst: Wie fühlt sich diese wahrgenommene Leere an, die scheinbar nicht vorhanden ist? Was spielte der andere hierbei für eine Rolle? Wahrscheinlich lenkt er dich einfach nur von dieser Leere ab. Und doch ist diese Leere zu füllen: Versuche dir vorzustellen, dass alles miteinander verbunden ist. Dass alles eins ist. Du bist die anderen, die anderen bist du. Du willst für dich und damit auch für alle anderen nur das Beste. Wenn alles eins ist, bist du auch der Baum von nebenan, die Blume am Wegesrand, der Sonnenschein am Himmel, der singende Vogel. Fange an, dich zu öffnen, tiefe Liebe und Verbundenheit mit allem, was dich umgibt zu spüren. Werde eins mit deiner Umwelt – sie ist du und du bist sie. Genieße dieses Gefühl der Verbundenheit und Liebe – werde eins mit dem Ganzen. Gehe ganz tief hinein und bade in diesem Gefühl der Liebe. Darin erwartet keiner etwas vom anderen, im Gegenteil: Jeder liebt, des wunderbaren Gefühls wegen und auch, weil jeder dem anderen nur Gutes wünscht. Du bist in Liebe. Und bist Wärme. Genieße den Zustand und erprobe es täglich…lange Zeit in deinem Leben hast du mitunter anders gedacht, weil das nicht nur in Liedern, sondern auch durch die Medien oder Menschen generell so verbreitet wird: “Du brauchst jemanden anderen, um zu lieben”.

Es ist aber so: Wenn du nun schon in Liebe bist, wirst du täglich wie verliebt durch die Straßen und Natur schreiten. Mit jedem auf deinem Weg kannst Liebe teilen. Ist jemand traurig, sendest du ihm Liebe. Ist jemand eklig zu anderen, sendest du ihm bedauernswert ebenso Liebe (davon kann er bestimmt viel gebrauchen). Und triffst du dann noch auf einen tollen Partner, teilst du diese Liebe bedingungslos. Die gesamte Partnerschaft ist im Gegensatz zum oben beschriebenen Zustand der Abhängigkeit viel erfülllter…dann machste du deine Liebe nicht mehr abhängig vom anderen bzw. von dessen Aussagen oder Handlungen. Du musst nicht in einem ständigen Mangelgefühl oder einer Angst Leben, wieder mit deinem Mangelgefühl zurückgelassen zu werden. Im Gegenteil: Du bist in Liebe und teilst sie. Im Optimalfall habt ihr sogar beide die gleiche Einstellung hierzu und ihr teilt die Liebe – beschenkt euch täglich…Keiner wird sich erdrückt oder kontrolliert vorkommen, keiner an Eifersucht leiden.

Liebe ist nicht die Abhängigkeit, auf die sie viele Menschen begrenzen. Sei offen, gib der wahren Liebe eine Chance: Hierzu ist der erste Schritt, sich zu öffnen und dich hinein zu spüren. Augen zu öffnen für die Schönheit um dir herum. In der Natur die klare Luft einzuatmen. Nutze die Kraft von Entspannungsmethoden.

Ob in einer Partnerschaft oder ohne, du kannst jederzeit in Liebe sein. Liebe ist nicht auf nur zwei Menschen zu begrenzen. Ganz im Gegenteil: Du kannst in Liebe sein mit dir, mit deiner Umwelt und mit dem Ganzen!  Sie wird dich erfüllen und auch deine Umwelt. Du tust Großes, wenn du einfach nur in Liebe bist. Nicht nur du wirst dabei neue Dimensionen entdecken. Auch deine Umwelt wird es dir danken…

 

Text: Nick Melekian, Bild: Elke Sawistowski / pixelio.de